

Daniela Nordzieke studierte Biologie an der Technischen Universität Kaiserslautern (2005–2010) und promovierte 2013 am Lehrstuhl für Allgemeine und Molekulare Botanik der Ruhr-Universität Bochum über genetische Faktoren der sexuellen Entwicklung in Hyphenpilzen. Während eines Postdoc-Aufenthalts an der Universität Córdoba (Spanien, 2014–2017) widmete sie sich der genetischen Kontrolle von Wirtspflanze–Schadpilz-Interaktionen. Seit 2017 ist sie an der Universität Göttingen tätig, zunächst als Postdoktorandin, später als Gruppenleiterin.
Ihre Forschung untersucht Kommunikationsprozesse in pilzlichen Entwicklungs- und Pathogenitätsprozessen mittels molekulargenetischer Methoden. Im Fokus stehen Signalmoleküle, Rezeptoren und nachgelagerte Signalwege, die Interaktionen zwischen pilzlichen Pathogenen und ihren Wirtspflanzen steuern. Neben nationalen Projekten ist sie am internationalen Graduiertenkolleg IRTG 2172: PRoTECT beteiligt. In der Lehre vermittelt sie genetische, zellbiologische und mikrobiologische Inhalte in Bachelor- und Masterstudiengängen des Instituts für Mikrobiologie und Genetik der Universität Göttingen. Im April 2026 wird sie an die Universität für Bodenkunde (Wien) wechseln, um eine Laufbahnstelle (Tenure Track Professur) anzutreten.