Dr. Agata Kalita erhält den renommierten Elisabeth-Gateff-Preis für ihre herausragende Arbeit zur Dosiskompensation der Geschlechtschromosomen bei Insekten!

Dr. Kalita, die derzeit als Postdoktorandin am Labor für Bioinformatik und Genombiologie der Jagiellonen-Universität in Krakau, Polen, arbeitet, promovierte zuvor in der Gruppe von Prof. Dr. Claudia Keller Valsecchi an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

In ihrer Dissertation beschreibt Dr. Kalita die Entdeckung und Charakterisierung von SOA, dem Master-Regulator der Dosiskompensation (DK) in Anopheles gambiae-Mücken – den wichtigsten Vektoren der Malaria. Dr. Kalita konnte zeigen, dass SOA an die Promotoren aktiver X-chromosomaler Gene in Männchen bindet, deren Expression hochreguliert, und dass Verlust von SOA zu Entwicklungsverzögerungen bei Männchen führt. Überraschenderweise ist der Verlust der Dosiskompensation bei Mücken nicht tödlich, anders als zuvor in Modellorganismen beobachtet. Darüber hinaus fasste sie das Wissen über den Status der Dosiskompensation in Insekten zusammen und schlug ein Rahmenkonzept vor, um DK-Faktoren auch in Nicht-Modell-Insektenarten zu identifizieren.

Die Ergebnisse ihrer wissenschaftlichen Arbeit wurden in mehreren hochrangigen Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter Nature und Genes & Development.

Die GfG gratuliert Dr. Agata Kalita herzlich, die die Auszeichnung beim kommenden GfG-Symposium „Epigenetics & Chromatin“ am 26. September 2025 in Gießen von Frau Prof. Dr. Elisabeth Gateff persönlich entgegennehmen wird.