

Professor Dr. Elisabeth Gateff wurde in Bulgarien geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem politischen Regimewechsel emigrierte sie nach Deutschland, um die Ausbildung zu absolvieren, die ihr in Bulgarien verwehrt worden war. Nach ihrem Studium der Biologie, Chemie und Geographie an der Universität München folgte sie ihrem Ehemann nach Cleveland, Ohio, USA, und arbeitete im Labor von Howard Schneiderman. Als ihr Ehemann kurze Zeit später tragisch verstarb, zog sie gemeinsam mit ihrem wissenschaftlichen Mentor an die University of California, Irvine (UC Irvine), USA, wo sie 1971 promovierte.
Während dieser Zeit gelang ihr die bahnbrechende Entdeckung, dass Tumoren bei Drosophila genetischen Ursprungs sind. Zudem entdeckte sie das erste Tumorsuppressorgen bei Fruchtfliegen.
Prof. Dr. Gateff kehrte nach Deutschland zurück, zunächst an die Universität Freiburg. Ab 1983 war sie als Professorin für Genetik an der Universität Mainz tätig.
Ihre Entdeckungen, die einen Meilenstein in der Krebsgenetik darstellen, wurden mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter der Meyenburg-Preis (1988) und der Deutsche Krebspreis (1993). Prof. Dr. Gateff lebt in Mainz.
Siehe auch den Bericht als PDF in BIOSpektrum.